Offizieller Spatenstich auf dem Baufeld © KREBS+KIEFER
Offizieller Spatenstich auf dem Baufeld © KREBS+KIEFER

Spatenstich für den Verwaltungsneubau der KTE in Karlsruhe

[Karlsruhe, 14.04.2026] Mit dem Spatenstich ist der Startschuss für den Verwaltungsneubau der Kerntechnischen Entsorgung Karlsruhe (KTE) gefallen. KREBS+KIEFER hat für das Bürogebäude die Tragwerksplanung erbracht. Der Neubau schafft Raum für moderne Arbeitsabläufe und ist Teil eines umfassenden Infrastrukturprogramms am Standort des ehemaligen Kernforschungszentrums in Karlsruhe.

Der Verwaltungsneubau ist als L-förmiges, freistehendes und teilweise unterkellertes Bürogebäude für 208 Mitarbeitende konzipiert. Vorgesehen sind Büroflächen, Besprechungs- und Sozialräume, ein Bistro sowie Technikflächen. Im Untergeschoss sind unter anderem ein Aktenarchiv mit Gleitregalanlage für ca. 60.000 Ordner und weitere Technikbereiche angeordnet. Das Gebäude gliedert sich in ein Westgebäude mit vier Geschossen oberhalb des Untergeschosses, einen ebenfalls viergeschossigen Nordflügel ohne Kellergeschoss sowie einen Turm mit Untergeschoss und fünf oberirdischen Geschossen. Im zentralen Turm wird im obersten Geschoss ein zusammenschaltbarer Veranstaltungsbereich für ca. 90 Personen realisiert. Die Konstruktion ist als Massivbau aus Stahlbetonbauteilen in Ortbeton geplant. Ergänzt wird sie durch vorgehängte Natursteinfassaden; im Turmbereich sind verstärkt Glaselemente vorgesehen.

Die Tragwerksplanung für ein Gebäude dieser Art erfordert ein Zusammenspiel aus Nutzung, Konstruktion und Randbedingungen des Standorts. KREBS+KIEFER hat die Leistungen der Tragwerksplanung nach HOAI § 51 in den Leistungsphasen 2 bis 6 erbracht und begleitet nun die Baumaßnahme in der Leistungsphase 8. Hinzu kamen besondere Leistungen, darunter Erdbebennachweise und der konstruktive Brandschutz. Auch die Gründung und die Baugrube waren Teil der ingenieurtechnischen Betrachtung: Vorgesehen sind eine Flachgründung, WU-Konstruktionen sowie eine weitgehend geböschte Baugrube.

Der Neubau ist Teil eines größeren Maßnahmenpakets, mit dem die KTE ihre Infrastruktur für die kommenden Jahre weiterentwickelt. Damit entstehen zusätzliche Kapazitäten in Verwaltung, Abfallverarbeitung und Logistik, um die mit dem Rückbau verbundenen Materialströme sicher und effizient zu steuern. 

Nach den sehr umfangreichen Überprüfungen und Freimessungen des Geländes durch die KTE-internen Spezialisten wird mit dem Beginn der Bauausführung die planerische Arbeit nun auf der Baustelle sichtbar.