Schemmelsbergtunnel bei Erlenbach wiedereröffnet
[Erlenbach, 26.02.2026] Am 26. Februar 2026 wurde der Schemmelsbergtunnel im Zuge der B 39 bei Erlenbach nach rund 14-monatiger Vollsperrung und insgesamt mehr als zwei Jahren Bauzeit offiziell wiedereröffnet. KREBS+KIEFER begleitete die gesamte Hauptbaumaßnahme vom ersten Spatenstich bis zur Wiedereröffnung als Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator (SiGeKo) und verantwortete damit die Koordination aller sicherheits- und gesundheitsrelevanten Belange auf der Baustelle.
Der Schemmelsbergtunnel ist ein einröhriger Straßentunnel mit einer Länge von 676 Metern. Er wurde 1990 als Teil der Ortsumgehung Weinsberg in Betrieb genommen und ist mit täglich rund 20.000 Fahrzeugen eine wichtige Verkehrsverbindung zwischen dem Weinsberger Tal, Heilbronn sowie den Autobahnen A 6 und A 81. Nach mehr als drei Jahrzehnten Betrieb entsprach die technische Ausstattung des Tunnels nicht mehr den aktuellen Sicherheitsanforderungen, sodass eine umfassende Modernisierung notwendig wurde.
Im Auftrag des Bundes als Bauträger und unter Leitung des Regierungspräsidiums Stuttgart wurden rund 41,7 Millionen Euro in die Gesamtmaßnahme investiert. Zentrales Element war der Bau eines 431 Meter langen Rettungsstollens, der parallel zur bestehenden Tunnelröhre verläuft, über zwei Querverbindungen angebunden ist und im Notfall als sicherer Fluchtweg dient. Beim bergmännischen Vortrieb wurden rund 10.000 Kubikmeter Material aus dem Berg gelöst.
Darüber hinaus wurden Fahrbahn, seitlichen Notgehwege und Entwässerung im Straßentunnel vollständig erneuert. Neue Wandbeschichtungen und eine modernisierte Beleuchtung verbessern die Sichtverhältnisse im Tunnelinneren und tragen damit zur Verkehrssicherheit bei. Ergänzt wurde die Maßnahme durch die Erneuerung der betriebstechnischen Ausstattung - darunter Funk, Lüftung und Löschwasserversorgung -, die Erweiterung des Betriebsgebäudes am Ostportal sowie den Neubau eines Rettungsstollenportalgebäudes mit Löschwasserspeicher am Westportal.
Für KREBS+KIEFER stellte das Projekt insbesondere aufgrund des bergmännischen Tunnelvortriebs, des gleichzeitigen Einsatzes mehrerer Gewerke auf engem Raum sowie der zeitweise aufrechtzuerhaltenden Verkehrsführung unter Baubetrieb hohe Anforderungen an die Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination. Die durchgängige Begleitung über die gesamte Bauzeit trug dazu bei, die Arbeiten sicher und geordnet umzusetzen.
Mit der Wiederinbetriebnahme des modernisierten Schemmelsbergtunnels steht der Region ein technisch umfassend erneuertes Bauwerk zur Verfügung, das den heutigen Sicherheitsanforderungen vollständig entspricht. Die Maßnahme verbessert nachhaltig die Sicherheitsstandards im Tunnelbetrieb und sichert langfristig die Leistungsfähigkeit dieser bedeutenden Verkehrsverbindung.

