Richtfest für den Forschungsneubau des IFW Dresden und der TU Dresden
[Dresden, 01.09.2026] Mit dem Richtfest hat der gemeinsame Forschungsneubau des Leibniz-Instituts für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden (IFW Dresden) und des Exzellenzclusters ctd.qmat der Technischen Universität Dresden einen wichtigen Baufortschritt erreicht. KREBS+KIEFER verantwortet bei dem anspruchsvollen Labor- und Forschungsgebäude die Tragwerksplanung.
Der Neubau entsteht auf dem Campus Südvorstadt der TU Dresden an der Nöthnitzer Straße. Er vereint die Forschungsbereiche des IFW Dresden und des Exzellenzclusters ctd.qmat in einem baulich verbundenen Gebäude mit teilweise gemeinsam genutzten Flächen und technischen Infrastrukturen. Labore, Büros und Kommunikationsbereiche schaffen künftig geeignete räumliche Voraussetzungen für die gemeinsame Forschung an Quantenmaterialien und Halbleitertechnologien.
Dabei ist der gemeinsame Forschungsneubau baulich und organisatorisch ein besonderes Projekt: Das IFW Dresden trägt als Bauherr die Verantwortung für die Planung und Realisierung des künftig gemeinsam mit der TU Dresden genutzten Forschungsgebäudes. Dieses bundesweit außergewöhnliche Modell der Zusammenarbeit zwischen einer außeruniversitären Forschungseinrichtung und einer Universität macht die enge Kooperation beider Partner auch räumlich sichtbar.
KREBS+KIEFER übernimmt bei diesem Projekt die Tragwerksplanung in den Leistungsphasen 1 bis 6 und 8.
Aufgrund der hohen Anforderungen an die Forschungsnutzung stellt der Neubau besondere Ansprüche an die bauliche und technische Konzeption. Dazu gehören insbesondere eine hohe baudynamische Steifigkeit für schwingungssensible Versuchsstände sowie flexibel nutzbare Strukturen für chemische und physikalische Labore. Die geplante Nutzung von Kryostaten mit starken Magnetfeldern erfordert zudem in Teilbereichen des Untergeschosses den Einsatz von nichtmagnetischer Bewehrung. Die begrenzte Verfügbarkeit lieferbarer Bewehrungsdurchmesser des eingesetzten austenitischen Edelstahls sowie hohe Einschränkungen bei dessen Einbau und Verarbeitung auf der Baustelle erhöhen die Komplexität von Planung und Ausführung. Zugleich soll die bauliche Grundstruktur Anpassungen an künftige Entwicklungen in der Forschungslandschaft ermöglichen.
Auf mehr als 8.000 Quadratmetern entsteht so bis Mitte 2029 ein Forschungsgebäude, das auf die besonderen Anforderungen der Quantenmaterialforschung zugeschnitten ist. Untersucht werden sollen unter anderem die Eigenschaften dieser Materialien unter Extrembedingungen wie ultratiefen Temperaturen sowie ihr Potenzial für neuartige Bauteile. Die Forschung kann damit Grundlagen für grüne Energietechnologien, energiesparende Elektronik und robuste Quantenbits schaffen.




