Neubau PTS-Station der Sky Line-Bahn am Terminal 1, Frankfurter Flughafen
[Frankfurt am Main, 17.09.2026] Die PTS-Station der Sky Line-Bahn am Terminal 1 des Frankfurter Flughafens wurde beim Ingenieurpreis des Deutschen Stahlbaus 2026 mit einer Anerkennung ausgezeichnet. KREBS+KIEFER hat bei dem Projekt die Leistungen der Tragwerksplanung, des planerischen Brandschutzes sowie der Ingenieurmethoden im Brandschutz erbracht und war auch an der Bauoberleitung und Bauüberwachung beteiligt. Das Projekt wurde gemeinsam mit AS+P Albert Speer + Partner GmbH für den Preis vorgeschlagen.
Laut Fraport nutzten im Jahr 2025 rund 63,2 Millionen Passagiere den Frankfurter Flughafen. Mit dem neuen Terminal 3 wird es noch wichtiger, die Flughafenbereiche schnell und zuverlässig miteinander zu verknüpfen. Die Sky Line verbindet die Terminals auf einer Strecke von rund 5,6 Kilometern und ist auf bis zu 4.000 Personen pro Stunde und Fahrtrichtung ausgelegt. Die neue PTS-Station bildet den nördlichen Endpunkt dieser Verbindung. Sie bindet Terminal 3 an die bestehenden Fluggastanlagen sowie an den Regional- und Fernbahnhof im Norden des Flughafenareals an.
Am Terminal 1 entstand dafür eine neue PTS-Station mit Mittelbahnsteig. Die planerische und baulogistische Komplexität lag vor allem in der Einbindung der Station in den laufenden Flughafenbetrieb und in die bestehenden Bauwerke. Zusätzliche Anforderungen ergaben sich aus den Anbindungen an Terminal 1, den Fernbahnhof und das Sheraton-Hotel sowie aus den knappen statischen Reserven im Bestand.
In ihrer Beurteilung würdigte die Jury insbesondere das Zusammenspiel aus technischer Präzision, funktionaler Leistungsfähigkeit und architektonischer Qualität. Stahl wurde dabei konsequent als prägendes Konstruktionselement eingesetzt. Raumhohe Fachwerkträger und das modulare Tragwerk ermöglichen große Spannweiten bei schlanken Querschnitten. Hervorgehoben wurden außerdem die Baumstützen mit dreidimensional geformten, geschweißten Hohlquerschnitten und innovativen Knoten aus Stahlguss.
Besondere Aufmerksamkeit erhielten auch das Brandschutzkonzept und die angewandten Ingenieurmethoden im Brandschutz. Mithilfe von CFD-Simulationen und Heißbemessungen auf Basis von Naturbrandszenarien konnten realistische Brandverläufe in die Planung einbezogen werden. Dadurch war es möglich, in großen Bereichen auf konventionelle Brandschutzbekleidungen des Stahltragwerks zu verzichten. Das reduziert den Ressourcenverbrauch und den Wartungsaufwand und lässt das Tragwerk in seiner konstruktiven Ausformung sichtbar.
Mit der Inbetriebnahme von Terminal 3 und der Sky Line im Jahr 2026 ist die neue Verbindung inzwischen Teil des regulären Flughafenbetriebs. In den ersten Wochen des Betriebs nutzten den Angaben der Fraport zufolge bereits bis zu 25.000 Passagiere pro Tag die neue Sky Line. Auch über dieses Projekt hinaus realisiert KREBS+KIEFER derzeit weitere Vorhaben am Frankfurter Flughafen und begleitet damit die Weiterentwicklung der Infrastruktur an einem der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Deutschlands. Dazu zählen beispielsweise die Vertikalerschließung zwischen der PTS-Station und Terminal 1 mit Aufzügen und Rolltreppen sowie die Modernisierung und der Umbau der Halle B Mitte in Terminal 1.
Unser Dank gilt AS+P Albert Speer + Partner GmbH und allen weiteren Projektbeteiligten für die gute Zusammenarbeit.




