Brandschutz im Bestand: Vortrag von Prof. Dr.-Ing. Ulrich Dietmann beim 18. Seminar „Bauen im Bestand
[Karlsruhe-Durlach, 29.04.2026] Am 29.04.2026 fand zum 18. Mal das Seminar „Bauen im Bestand“ statt. Der diesjährige Veranstaltungsort war die Karlsburg in Karlsruhe-Durlach und auch diesmal wurde die Veranstaltung als Hybridformat angeboten. Prof. Dr.-Ing. Ulrich Dietmann, Geschäftsführer der KREBS+KIEFER Ingenieure GmbH und öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger, hielt vor Ort einen Fachvortrag mit dem Titel „Bauen im Bestand aus brandschutzplanerischer Sicht - Brandschutz zwischen Bestandsschutz und zeitgemäßer Sicherheit“. Im Mittelpunkt standen aktuelle rechtliche und bauordnungsrechtliche Entwicklungen sowie deren Übertragung in die brandschutztechnische Praxis.
In seinem Beitrag beleuchtete Prof. Dietmann insbesondere drei Schwerpunkte. Er ordnete aktuelle Rechtsprechungen zum Brandschutz im Bestand ein und zeigte, welche Konsequenzen sich daraus für die Praxis ergeben. Zudem ging er auf aktuelle Änderungen des Bauordnungsrechts mit Blick auf Bestandsgebäude ein und stellte die Rolle der Brandschutzplanerinnen und -planer bei Umbau-, Sanierungs- und Umnutzungsprojekten dar.
Gerade im Bestand treffen häufig unterschiedliche Anforderungen aufeinander, etwa vorhandene bauliche Gegebenheiten, Nutzungsänderungen und heutige Schutzziele. Der Vortrag machte deutlich, dass eine nachvollziehbare brandschutztechnische Bewertung und die frühzeitige Einbindung der Fachplanung wesentliche Voraussetzungen sind, um Lösungen zu entwickeln, die Bestandsschutz und zeitgemäße Sicherheit sachgerecht zusammenführen.
Die hybride Veranstaltung richtete sich an Teilnehmende aus der öffentlichen und privaten Immobilienwirtschaft der Region Karlsruhe. Inhaltlich stand das Seminar unter dem Leitthema „Neue Herausforderungen beim Bauen im Bestand – Kreislaufwirtschaft, Klimaschutz, Gebäudedigitalisierung“ und griff damit Aspekte auf, die bei der Weiterentwicklung und Umnutzung bestehender Gebäude zunehmend an Bedeutung gewinnen. Im Fokus standen Fragestellungen der Kreislaufwirtschaft und des Klimaschutzes sowie Ansätze der Gebäudedigitalisierung als Grundlage für Planung und Umsetzung. Ergänzend wurden Praxisbeispiele vorgestellt, die sich mit der Erkundung und Bewertung vorhandener Bausubstanz, denkmalgeschützten Bestandsstrukturen und dem Umgang mit Schadstoffen befassten.


