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Funkturm nach der Sprengung auf dem Fallbett liegend.
© KREBS+KIEFER

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    Keilschnitt am Funkturm in Mannheim.
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    Funkturm vor der kontrollierten Sprengung.<br />© KREBS+KIEFER
2018

Funkturm in Mannheim kontrolliert gesprengt

Auf dem Gelände des Benjamin-Franklin-Village und der Funari Barracks in Mannheim sollen neue Studentenwohnheime gebaut werden. KREBS+KIEFER ist mit dem Büro Umweltplanung Bullermann und Schneble GmbH als Arbeitsgemeinschaft für die Planung der Baufeldfreimachung, Baulogistik und der Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination des Projekts beauftragt.

Nach zahlreichen Abstimmungen mit den örtlichen Behörden von Polizei, Feuerwehr und dem Nahverkehrsbetreiber rnv wurde der 70 m hohe Funkturm auf der Funari-Fläche gesprengt. Von 12.20 bis 13.10 Uhr war die Umgebung in einem 300 m großen Radius gesperrt. Anwohner wurden evakuiert und Ersatzbusse übernahmen den ein-gestellten Betrieb der nahegelegenen Straßenbahn.

Säge- und Keilschnitte wurden bereits drei Tage zuvor am Fuße des Turmes eingebracht, um die Struktur des Baus zu schwächen und die Sprengung zu erleichtern. Am Sonntagvormittag wurden abschließend die 60 Bohrlöcher mit vier Kilogramm Sprengstoff verfüllt. Um 12.50 Uhr gab der Sprengmeister das akustische Warnsignal. In nur 6 Sekunden fielen 400 Tonnen Stahl und Beton in Längsrichtung auf das Fallbett. Dank der guten Vorbereitungen und der Expertise aller Beteiligten verlief die Sprengung nach Plan.

Die Konversion auf dem Benjamin-Franklin-Village in Mannheim schreitet somit zügig voran. Die Baufeldfreimachung in den Bereichen Franklin Mitte und Funari Barracks ist nun weitestgehend abgeschlossen.

In den kommenden Tagen wird der Turm mit Hilfe von Abbruchbaggern zerkleinert und das Material für die Wiederverwertung aufbereitet.