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Talbrücke Rinsdorf - Vorbauschnabel und Endquerträger
© KREBS+KIEFER

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    Talbrücke Rinsdorf - Stahlhohlkasten mit dem Vorrollwagen und der Zugvorrichtung<br />© KREBS+KIEFER
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    Talbrücke Rinsdorf - Bestandsbrücke und neue Pfeiler mit der Baustraße<br />© KREBS+KIEFER
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    Talbrücke Rälsbach - Koppelfuge des zweizelligen Spannbetonkastens<br />© KREBS+KIEFER
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    Talbrücke Rälsbach - Traggerüst und Überbau<br />© KREBS+KIEFER
2019

Baustellenbesuch an den Talbrücken Rälsbach und Rinsdorf

An der BAB A45 müssen in den nächsten Jahren alle großen Talbrücken durch Ersatzneubauten ersetzt werden. Im Bereich von Wilnsdorf befinden sich die beiden Talbrücken Rinsdorf und Rälsbach, die sich derzeit im Bau befinden.

Bei der Talbrücke Rälsbach handelt es sich um eine 175 Meter lange Spannbetonbrücke, die auf einen Traggerüst abschnittsweise hergestellt wurde. Das Teilbauwerk für die Richtungsfahrbahn Dortmund befindet sich aktuell in der Herstellung, nachdem das Bestandsbauwerk bereits gesprengt wurde.

Die Talbrücke Rinsdorf ist 485 Meter lang, weist eine maximale Stützweite von 100 m auf und ist als Stahlverbundhohlkastenbrücke geplant. Markant ist der nach innen gestellte Hohlkasten mit den Außendiagonalen. Imposant sind die bis zu 60 Meter hohen Pfeiler im Talraum. Die Brücke wird im Taktschiebverfahren hergestellt, hierzu wird die Stahlkonstruktion hinter dem östlichen Widerlager montiert und abschnittsweise Längsverschoben.

Am 22.07.2019 fand der erste große Verschub der Stahlkonstruktion über eine Länge von ca. 50 Metern statt, bei dem einige Mitarbeiter/-innen von KREBS+KIEFER vor Ort waren, um das im Büro geplante auch vor Ort zu besichtigen.

Um die Flächeninanspruchnahme zu reduzieren wird das Teilbauwerk der Fahrtrichtung Dortmund in einer Seitenlage neben dem Bestandsbauwerk hergestellt. Nach der Fertigstellung dieses Teilbauwerks wird der Verkehr auf das neue Bauwerk verlegt und das Bestandsbauwerk gesprengt. Danach kann ungefähr in der Lage des Bestandsbauwerks das zweite Teilbauwerk der Fahrtrichtung Frankfurt errichtet und der Verkehr der BAB A45 auf dieses Teilbauwerk verlegt werden. Als krönender Abschluss wird das Teilbauwerk der Fahrtrichtung Dortmund mit den bis zu 60 Meter hohen Pfeilern circa 20 Meter querverschoben. Ein derartiger Verschub einer großen Talbrücke in der Fundamentebene ist bisher einzigartig, KREBS+KIEFER ist stolz darauf, diesen Querverschub mit entworfen und geplant zu haben.

KREBS+KIEFER ist an vielen Bauwerken an der BAB A45 in Hessen und Nordrhein-Westfahlen beteiligt und bei den Ersatzneubauten der Talbrücken Rälsbach und Rinsdorf für die Erstellung der Bauwerksentwürfe, der Abbruchkonzepte, der SiGeKo-Leistungen in der Planungsphase, der Ausschreibungsunterlagen, der Baustraßenplanung und der bauzeitigen Verkehrsführung verantwortlich. Zusätzlich wurde das Konzept und eine vertiefte Machbarkeitsuntersuchung für den Querverschub erstellt. Derzeit wird von KREBS+KIEFER die vertragliche und geometrische Prüfung im Auftrag von Straßen.NRW bearbeitet.