Neuer Mainzer Tunnel (Mainz)

Projektblatt (PDF)

Gut gebettet im lockeren Gestein

Der Tunnelneubau im Innenstadtbereich von Mainz erfolgte im Zusammenhang mit dem Ausbau der Bahnstrecke Mainz – Mannheim. Es galt etliche Randbedingungen zu beachten: Erstens war das umgebende Gestein sehr locker. Auffüllungen aus Sanden, Kiesen und Schluffen, die von der vielfältigen Bautätigkeit seit der römischen Besiedlung herrühren, reichen bis zu 11,4 Meter unter die heutige Geländeoberfläche. Zweitens stehen oberhalb des Tunnels bei geringer Überdeckung zahlreiche setzungsgefährdete Bauwerke. Und drittens beträgt der Abstand zum Alten Mainzer Tunnel stellenweise nur wenige Meter.

Ein verformungsarmer Vortrieb war also essenziell. Zu diesem Zweck wurde der Tunnelquerschnitt in Segmente untergliedert (zwei Ulmenstollen, Kalotte, Kern/Sohle) und der Hohlraum Stück für Stück nach vorn geöffnet. Ferner rechnete KREBS+KIEFER mit geringen Abschlagtiefen und möglichst schnellen Sohlschlüssen. Neben bewehrtem Spritzbeton kamen als Sicherungsmittel Tunnelausbaubögen, Gebirgsanker, Vorpfändelemente, aber auch vorauseilende Injektionsrohrschirme und Ortsbrustverankerungen zum Einsatz.

  • Objektplanung
  • Tragwerksplanung

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