Alter Mainzer Tunnel (Mainz)

Projektblatt (PDF)

Platz für Begegnungen

Um den 1884 eröffneten Mainzer Tunnel für den modernen Zugverkehr zu rüsten, musste der Querschnitt der nach einer partiellen Öffnung im Jahr 1924 verbliebenen zwei Teilstücke um 1,5 Meter geweitet werden. Durch den vergrößerten Gleisabstand sind nun Zugbegegnungen möglich.

Das ausführende Bauunternehmen beabsichtigte den Ausbruch anders zu sichern als in der Ausschreibung vorgesehen war. KREBS+KIEFER prüfte die alternative Ausführungsplanung aus statischer und tunnelbautechnischer Sicht und beurteilte sie positiv. Zur Vorbereitung des Tunnelvortriebs wurde das umgebende lockere Gestein vom bestehenden Gewölbe aus durch Injektionen verfestigt. Auf diese Weise war es möglich, die verformungsempfindlichen tertiären Gesteinsschichten des Mainzer Beckens zu durchfahren, ohne dass oberirdische Bauwerke und Anlagen Schaden nahmen. Wegen des Grundwasserdrucks – der Grundwasserspiegel liegt im Baugebiet zwischen der Schienenoberkante und dem Tunnelfirst – und stellenweise auftretendem Schichtwasser erhielt der geweitete Tunnel eine druckwasserdichte Innenschale aus wasserundurchlässigem Beton.

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