Hochhaus Campanile
 
Bauherr
GbR für Gewerbebau Ernst-Fay
 
Architekt
J.S.K. Architekten - Ingenieure
Frankfurt
 
Bauzeit
1986 - 1989
 
Projektdaten
Gebäudeabmessungen:
- 70- geschossiges Hochhaus
- Gesamthöhe                                           = 300 m
- Grundfläche der Regelgeschosse     = 41,6 x 41,6 m - Geschoßfläche ab Ebene 59              = 22,5 x 22,5 m - Geschoßfläche ab Ebene 67               =   7,5 x   7,5 m - Antennentragwerk                                  = 30 m
 
Besonderheiten
Höchstes Hochhaus in Europa in Stahlbauweise
 
 
Modell in der Seitenansicht
 
Modell aus der Vogelperspektive
 
 
Unsere Leistungen
- Tragwerksplanung
 
Beschreibung
Allgemein:
1989 wurde mit der Planung für das 70- geschossige Hochhaus 'Campanile' in Frankfurt am Main, unmittelbar neben dem Hauptbahnhof begonnen. Das Gebäude soll- te in unteren Geschossen Geschäfte, Restaurants, Gale- rien enthalten, in den oberen Geschossen waren Büro- flächen und ein Hotel vorgesehen.

Eine bereits erteilte Teilbaugenhmigung wurde nach ei- nem politischen Mehrheitswechsel in Fankfurt durch ein Bauverbot vor Baubeginn wieder aufgehoben. Die Dis- kussion über die Zukunft des 'Campanile' ist noch nicht abeschlossen.

Konstruktion:
Das Tragwerk des 'Campanile' war als filigranes Stab- werk konzipiert; die Ausführung sollte in moderner Stahl- bzw. Stahlverbundbauweise erfolgen.

Das Haupttragwerk besteht aus in den Ecken des Gebäu- des konzentrierten Außenstützen, den sie verbindenden Horizontal- und - die über jeweils sechs Geschosse rei- chenden - Diagonalstäben. Dieses System wird auch für die Aussteifung herangezogen. Die Innenkernstützen dienen nur der Abtragung von Vertikallasten.

Entwurfskriterien im Hochhausbau sind neben der Be- herrschung der anfallenden Kräfte vor allem die Begren- zung der auftretenden Verformungen und Beschleunigun- gen infolge horizontaler Lasten.

Die projektierte Schlankheit und die leichte Stahlkonstruk- tion machten besondere Untersuchungen für die Windab- tragung und das Schwingungsverhalten erforderlich. Zur Erzielung abgesicherter Erkenntnisse wurden dazu Wind- kanalversuche in Ontario (Kanada) durchgeführt. Sie wur- den ergänzt durch Versuche im eigenen Hause zur Re- duktion der durch Horizontalbeschleunigung ausgelöster Schwingungen mit  Hilfe von Wasserdämpfern.

Durch die Anordnung der Aussteifungselemente nur in der Außenhaut konnte das höchste Steifigkeitsniveau bei minimierten Materialmengen erreicht werden. Mit Hilfe von Vergleichsrechnungen wurde die Verteilung der Material- mengen auf Biegeelemente (Stützen) und Schubelemen- te (Diagonalen) optimiert.