Ankunft der Herren Grube, Ramsauer und Hermann
Eintreffen von ICE (und Güterzug) am Südportal
Eckart Fricke
Bahnchef Dr. Rüdiger Grube
Bundesverkehrsminister
Dr. Peter Ramsauer

04.12.2012
Kategorie:Archiv

Inbetriebnahmefeier für den Katzenbergtunnel im Zuge der Aus- und Neubaustrecke Karlsruhe - Basel

Am 4. Dezember 2012 wurde die anstehende Einweihung des Katzenbergtunnels zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2012 mit einer symbolischen Inbetriebnahme gefeiert.

Die Bedeutung des Katzenbergtunnels und des Planfeststellungsabschnitts wurde unter anderem in den Reden des Konzernbevollmächtigten der DB AG für das Land Baden-Württemberg, Herrn Eckart Fricke, des Vorsitzenden des Vorstands der Deutschen Bahn AG, Herrn Dr. Rüdiger Grube, des Bundesministers für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Herrn Dr. Peter Ramsauer, des Ministers für Verkehr und Infrastruktur des Landes Baden-Württemberg, Herrn Winfried Hermann sowie der Tunnelpatin und Parlamentarischen Staatssekretärin a. D. Frau Marion Capers-Merk vor den zahlreich erschienen Gästen hervorgehoben und gewürdigt.

Der Katzenbergtunnel liegt im Planfeststellungsabschnitt 9.1 der Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe-Basel auf Gemarkung der Gemeinde Efringen-Kirchen. Er ist mit einer Länge von 9.385 m der drittlängste Eisenbahntunnel der Bundesrepublik Deutschland. Der Tunnel aus zwei parallel verlaufenden eingleisigen Richtungsröhren wurde mit den südlich und nördlich verlaufenden Anbindungsstrecken (Abschnittslänge 8 bzw. 4 km) in rund siebeneinhalb Jahren fertig gestellt.

Mit der Inbetriebnahme des Katzenbergtunnels wird durch die auf der Neubaustrecke mögliche Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h die Fahrtzeit um bis zu sechs Minuten verkürzt, da auf den Gleisen der Rheintalbahn durch die kurvenreiche Streckenführung um den Isteiner Klotz bereichsweise lediglich 70 km/h schnell gefahren werden konnte.

Neben der Verkürzung der Fahrzeit sind ebenfalls die im Zuge der Maßnahme modernisierten Bahnhöfe in Schliengen und Eimeldingen zu nennen. Darüber hinaus wurden mit vier Meter über Schienenoberkante hohen Lärmschutzwänden und ergänzender baulicher Maßnahmen wie z.B. Erschütterungsschutzmaßnahmen (System BSO/MK) sowie schallabsorbierender Stützwände deutlich verbesserte Schallsituationen in den Gemeinden Schliengen und Eimeldingen erreicht.

Die Baukosten für den Tunnel sowie die Anbindungen an die Rheintalbahn belaufen sich auf rund 520 Millionen Euro.

KREBS+KIEFER war mit der bautechnischen Prüfung einzelner Bauwerke im Zusammenhang mit dem Tunnelbauwerk als auch der Anbindungsstrecken beauftragt. Die Prüfingenieure waren Herr Prof. Dr.-Ing. Constantinescu und Herr Dr.-Ing. Retzepis. KREBS+KIEFER, vertreten durch die Herren Steiger und Schmidt, war darüber als Gutachter/Sachverständiger für Geotechnik im Auftrag des Eisenbahn-Bundesamtes tätig.

px