Prof. Krebs
Nibelungenbrücke bei Worms
Rhein-Main-Flughafen Frankfurt am Main
Neckarbrücke Hirschorn Ost
Rombachtalbrücke
Flughafen Frankfurt am Main (Terminal 2)
ICE-Neubaustrecke Erfurt - Leipzig / Halle (Visualisierung Stöbnitztalbrücke)
Deutsche Bank, Frankfurt am Main
Schiffshebewerk am Drei-Schluchten-Staudamm in China
Dr. Kruse, Dr. Böttger, Prof. Krebs, Dr. Kappei, Dr. Kiefer, Dr. Baader (von links)

10.01.2012
Kategorie:Archiv

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Herr Professor Krebs!

Es ist uns, der Geschäftsleitung und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der KREBS+KIEFER Ingenieure GmbH, eine große Freude, am heutigen 12. Januar 2012 den 80. Geburtstag unseres Firmengründers und Seniorpartners, Herrn Prof. Dr.-Ing. Albertus Krebs , zu feiern. Seine beeindruckende Vita ist eng mit der Entstehung und Entwicklung unseres Büros verbunden.

Von 1950 bis 1955 studierte er an der Technischen Hochschule Darmstadt Bauingenieurwesen. Anschließend trat er als einer der ersten Mitarbeiter in das private Ingenieurbüro seines Lehrers Prof. Dr.-Ing. Alfred Mehmel, dem Brückenpapst der Nachkriegsjahre, ein. Im Jahre 1962 promovierte Prof. Krebs mit einer Dissertation über Kreisringplatten.

In diese Jahre fallen auch so herausragende Projekte wie die im Freivorbau erstellte Nibelungenbrücke bei Worms, die erste Hangbrücke aus Spannbeton am Krahnenberg bei Andernach (kurvengängige Vorschubrüstung), sowie diverse Bauvorhaben im Zusammenhang mit der rasanten Entwicklung des Rhein-Main-Flughafens in Frankfurt wie beispielsweise das Terminal 1.

Im Jahre 1965 wurde Prof. Krebs Partner im Büro Mehmel-Krebs. Und schon ein Jahr später wurde er mit nur 34 Jahren der bis dato jüngste Prüfingenieur für Baustatik im Fachbereich Massivbau und Holzbau. Nach Prof. Mehmels Tod im Jahre 1973 firmierte er das Büro mit dem dritten Partner, Dr.-Ing. Gerhard Kiefer, in KREBS+KIEFER um, heute eine der bedeutenden und größten deutschen Ingenieurgesellschaften im Bauwesen.

Bereits im Büro Mehmel-Krebs wurden herausragende Projekte geplant oder bautechnisch geprüft. Im Jahre 1973 erhielt Prof. Krebs zudem die Prüflizenz im Metallbau. 1995 wurde er beim Eisenbahn-Bundesamt Prüfingenieur für Konstruktiven Ingenieur- und Brückenbau aller Fachrichtungen. Er setzte sich nachdrücklich für die Umsetzung des Vier-Augen-Prinzips ein und engagierte sich im Verband der Prüfingenieure für Baustatik (VPI), dessen hessischem Landesverband er von 1979 bis 1992 vorstand.

Mittelpunkt seiner Bemühungen war die Durchsetzung und Sicherung eines hohen Qualitätsniveaus. Stets war ihm nicht nur die Einhaltung der technischen Regeln von Bedeutung. Vielmehr lag und liegt ihm auch die Berücksichtigung aller weitergehenden Aspekte am Herzen. Mit seinem scharfen, analytischen Denken, vor dem sich mancher Kollege auch mal fürchten durfte, gepaart mit seinem stets höflichen, aber auch in der Sache bestimmenden Wesen, widmet er sich der Analyse der technischen Problematik und deren pragmatischer Lösung.

Herr Prof. Krebs gestaltete und begleitete die Entwicklung von KREBS+KIEFER von einem regionalen Ingenieurbüro in ein bundesweit positioniertes Ingenieurunternehmen, das auch in Ausland tätig ist.

Neben der Arbeit an weiteren herausragenden Projekten wie

- der Rombachtalbrücke der ICE-Neubaustrecke Fulda - Kassel,

- dem Terminal 2 am Flughafen Frankfurt / Main,

- der Gesamtplanung der ICE-Neubaustecke Erfurt - Leipzig/Halle,

- diversen Hochhäusern in Frankfurt / Main (Deutsche Bank, Helaba, DG-Bank, Commerzbank)

vergaß Prof. Krebs nie seine wissenschaftlichen Wurzeln. Verschiedene Fachveröffentlichungen zu Themen des Massiv- und Brückenbaus sowie zu Hochhausschwingungen stammen aus seiner Feder. Er verantwortete zusammen mit seinem Mitarbeiter Dr.-Ing. Bernhard Hartung die Erweiterte Technische Biegelehre. Mit diesem ganzheitlichen, sämtliche Schnittgrößen M, N und V verbindenden Bemessungsansatz sind heute Nachrechnungen und Entwürfe von komplexen Brückenquerschnitten möglich. 1986 wurde Prof. Krebs schließlich Honorarprofessor im Fachbereich Ingenieurbauwerke an der TU Darmstadt.

Einen weiteren Schwerpunkt seines technischen Engagements widmete er den Trag- und Vorschubgerüsten. Seit 1971 war er Mitglied im Sachverständigenausschuss Traggerüste des DIBt. Die von ihm mitverfasste Check-Liste für Traggerüste gehört mittlerweile zu den Standardwerken auf diesem Gebiet.

Als Unternehmer setzte er sich für eine leistungsgerechte Honorierung von Ingenieuren ein. Aus Überzeugung engagierte er sich im AHO (Ausschuss der Verbände und Kammern der Ingenieure und Architekten für die Honorarordnung e. V.), dessen Fachkommission Ingenieurbauwerke und Tragwerksplanung er vorsaß, und war maßgeblich an der Gestaltung der HOAI beteiligt. Für den HOAI-Gesamtkommentar von Prof. Rudolf Jochem verfasste er den Beitrag zum Leistungsbild Tragwerksplanung. Seine zahlreichen Vorträge und Fortbildungen zum Thema Honorarrecht und HOAI führten ihn auch bis nach China. Wegen seiner aufrichtigen und integren Haltung genießt er sowohl bei Planern als auch bei Auftraggebern höchste Anerkennung und Vertrauen.

Den Abschluss seines aktiven Berufslebens als Bauingenieur krönte Herr Prof. Krebs mit der Betreuung der Planung des Schiffshebewerks am Drei-Schluchten-Staudamm in China, des sich derzeit im Bau befindenden, größten Schiffshebewerks der Welt.

Prof. Krebs führte unser Ingenieurbüro stets mit Weitsicht und Strategie. Bei seinem Ausscheiden aus der aktiven Geschäftsleitung und Wechsel in die Position eines Beirats 2005 hatte unser Unternehmen weit über 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und war bzw. ist bis dato in allen Bereichen des Bauwesens aktiv. Das Ingenieurunternehmen wird heute von einer Sozietät aus Partnern der mittlerweile dritten Generation geführt, der er nach wie vor angehört und mit Rat und Tat zur Seite steht.

Wir gratulieren Ihnen, Herr Professor Krebs, herzlich zu Ihrem 80. Geburtstag! Wir wünschen weiterhin viel Schaffenskraft und viel Gesundheit sowie Freude im Kreis Ihrer Familie!

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