Begrüßung durch Sir David Chipperfield
Fassade vor dem Stephansdom
Kärntner Straße
Projektion auf der Fassade
Überdachung des Atriums

02.09.2011
Kategorie:Archiv

Eröffnung Weltstadthaus Peek & Cloppenburg in Wien


„Ein Kaufhaus ist kein gewöhnlicher Shop. Es ist vielmehr ein Marktplatz und ähnelt damit einem öffentlichen Raum. Mit der Eröffnung dieses Hauses wird der Marktplatz zum Leben erweckt.“

Der britische Stararchitekt Sir David Chipperfield stellte sein jüngstes Werk im Herzen der Wiener Altstadt auf dessen Eröffnungsfeier persönlich vor. Seit dem 1. September 2011 ist nun das „Weltstadthaus“ der Düsseldorfer Mode- und Bekleidungskette Peek & Cloppenburg KG für das Publikum geöffnet. Die modeinteressierte Kundschaft findet auf 11.700 m² Verkaufsfläche an der Kärntner Straße in Sichtweite des Stephansdoms eine breite Stil- und Markenvielfalt.

Wie es sich für einen Markplatz gehört, ist die architektonische Gestaltung des Hauses den räumlichen Bedürfnissen angepasst. Hinter der strengen, fast wie ein Architekturmonument anmutenden Fassade aus Donaukalk-Natursteinmauerwerk mit 85 raumhohen Fenstern - Chipperfield will an die „Schaufenstertradition“ der historischen Kaufhäuser anschließen -  entsteht ein weitläufiges und aufgrund seiner Geschosshöhen von bis zu 5,85 m sehr großzügiges Raumerlebnis.

Zentraler Punkt ist das für Chipperfields Formensprache typische „Atrium“, welches klassisch durch Säulen und Architrav eingefasst wird. Dieses „Atrium“ dient gleichzeitig der zentralen Fahrtreppenerschließung und wird durch ein ornamentgeschmücktes Glasdach überspannt. Es versteht sich von selbst, dass dieses architektonische Gesamtkunstwerk auch in Details und Ausführungsqualität höchsten Ansprüchen gerecht wird.

Neben den baustellenlogistischen Erschwernissen der zentralen Innenstadtlage stellten auch die für den transparenten Raumeindruck wichtigen, großen Spannweiten des Tragwerks eine große Herausforderung dar. Karl-Heinz Strauss, Vorstand des Generalunternehmers Porr AG, dankte entsprechend allen an Planung und Bau Beteiligten für herausragendes Engagement. Besonderes Augenmerk verdient ferner die fugenlos vermauerte Natursteinfassade mit 12 cm Steinstärke aus gestocktem Donaukalk.

Dieses neue „Weltstadthaus“, bei dem KREBS+KIEFER die konzeptionelle Beratung des Bauherrn in bautechnischen Spezialfragen, die Bautechnische Prüfung sowie die lokale Bauüberwachung verantwortet, reiht sich in die Tradition des Unternehmens ein, Weltklassearchitektur mit anspruchsvollem Einkaufserlebnis zu verbinden. KREBS+KIEFER war hier bereits bei den Weltstadthäusern in Köln (Renzo Piano), Berlin und Wuppertal (Gottfried Böhm) sowie Düsseldorf und Mannheim (Richard Maier) baufachlich beteiligt.  

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