"Einfädeln" der Binder
Montage des Überbaus

22.06.2012
Kategorie:Archiv

Bau der größten Grünbrücke Deutschlands in Holzbauweise

25 Schwerlasttransporte lieferten ab dem 15. Juni 2012 die vorgefertigten Leimholzbinder und Sperrholzplatten für die größte Grünbrücke Deutschlands. Diese entsteht derzeit im brandenburgischen Landkreis Teltow-Fläming. Sie soll auf einer Länge vom 40 m den Wildwechsel über die vierstreifig ausgebaute Bundesstraße B 101 ermöglichen.

Als besonders anspruchsvoll erwies sich das „Einfädeln“ der Binder im oberen stählenden Gelenk in einer Höhe von ca. 8 m mit Hilfe des gleichzeitigen Einsatzes von 4 Autokranen (bis zu 90 t) und 2 Hubsteigern. Dennoch konnte am 17. Juni 2012 pünktlich der Richtspruch, u. a. mit Vertretern des Brandenburger Infrastrukturministeriums und des Landesbetriebes Straßenwesen Brandenburg, gesprochen werden. Insgesamt wird die Montage des kompletten Überbaus in nur vier Tagen erfolgen.

Das Holzbauwerk überbrückt mit einer Stützweite von 32 m und mit einer lichten Höhe von max. 7,50 m die Bundesstraße. Das statische System ist als Dreigelenkbogen mit Bindern aus Brettschichtholz und Stahlgelenken auf den Widerlagern und im First ausgebildet. Die Binder werden mit Sperrholzplatten abgedeckt und anschließend eine Abdichtung und ein Schutz gegen Durchwurzelung aufgebracht. Erdüberschüttung und Bepflanzung vollenden die Grünbrücke. Die Dauerhaftigkeit der Konstruktion wird durch die Verwendung von widerstandsfähigem Kernholz der Lärche und ergänzenden Holzschutzanstrichen erreicht.

Der Auftrag zum Bau des Brückenüberbaues über ca. 2,7 Mio. Euro wurde von DEGES im Dezember 2011 vergeben.

Für die Grünbrücke wie auch für die Erneuerung der Strecke der B 101 auf 4,8 km Länge mit zwei weiteren Bauwerken führt KREBS+KIEFER federführend und in guter Zusammenarbeit mit der Verkehrs- und Ingenieurbau Consult GmbH u.a. die Leistungen der Bauüberwachung und Bauoberleitung für DEGES durch.

px